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Bambuslounge Markus Klietsch

 

Standardmäßig wird der hellgelbe „Moso“-Bambus aus China mit Durchmessern von 2 bis 18 Zentimetern verwendet, unter dessen Namen diverse Phyllostachys-Arten gehandelt werden. Für tragende und robuste Konstruktionen ist kolumbianischer Guadua (Guadua angustifolia) mit Durchmessern von 5 bis 15 Zentimetern die erste Wahl. Guadua Bambus zeichnet sich dadurch aus, dass er schwach konisch ist und eine geringe Neigung zur bambustypischen Rissbildung besitzt, da er in den Hochlagen der Anden relativ langsam wächst. Aus dem Garten- und Landschaftsbau unlängst bekannt, jedoch wesentlich dünner, sind die ebenfalls relativ stabilen Tonkin-Bambusrohre (Arundinaria amabilis). Bemerkenswert bezüglich seiner dunkelbraun bis schwarzen Farbe ist Wulung (Gigantochloa atroviolacea). Ein weiterer Vertreter des dunklen Farbtons ist der auch als Pflanze beliebte Bambus Nigra (Phyllostachys nigra). Hingegen zeichnet sich Petung (Dendrocalamus asper) durch seine großen Durchmesser bis etwa 22 Zentimeter aus. Bambusrohre mit karamellfarbener Erscheinung werden durch Dämpfen hergestellt und angeboten. Vornehmlich dekorativen Anwendungen vorbehalten sind die gefleckten Arten Boryana (Phyllostachys boryana) und Tutul (Bambusa maculata) sowie grün gefärbte Bambusrohre.

Bambusrohre besitzen trotz ihrer hohlen Struktur hervorragende mechanische Eigenschaften, da sie über eine relativ hohe Festigkeiten verfügen. Durch ihre regelmäßig quer angeordneten Scheidewände werden diese zusätzlich ausgesteift. Bambusrohr besteht fast ausschließlich aus axialparallelen Fasern. Nur im Knotenbereich durchkreuzen sich die Fasern. Durch diese Struktur neigen die Rohre zur Bildung von typischen Längsrissen, die auf das Schwinden während der Trocknung zurückzuführen sind. Die Außenseite der Bambusrohre wird durch eine äußerst dichte und harte Oberfläche abgeschlossen. Botanisch betrachtet ist Bambus den Gräsern zuzuordnen; sein chemischer Aufbau ist dem Holz jedoch sehr ähnlich.

Traditionell verbindet man Bambusrohre mit Seilen. Teilweise ergänzen Zapfen- oder Steckverbindungen diese Technik. Da diese Methoden jedoch handwerklich sehr aufwendig sind und nur bedingte Festigkeiten aufweisen, wurden traditionell-modernisierte und moderne Verbindungstechniken entwickelt. Für flächige Verkleidungen wie Zäune werden Bambusrohre als halbfertige Matten angeboten. Die Bambusrohre sind hierfür bereits auf Drähten oder Stäben aufgefädelt. Auch gibt es Elemente mit Holz- oder Edelstahlrahmen in Form von U-Profilen. Tragende Konstruktionen sind ungleich schwieriger herzustellen, da Bambus hohl ist. Eine neuartige Verbindungstechnik des deutsch-französischen Designers Waldemar Rothe ermöglicht es, Bambuskonstruktionen schnell und einfach zu errichten. Das als Bixystem bezeichnete Bambusschnellbau-System besteht aus Verbindungsblechen, die über Schellen Bambusrohre untereinander verbinden. Eine leistungsfähige und ästhetisch ansprechende Lösung stellt die CONBAM Verbindungstechnik dar. Ein konischer Stabanschluss ermöglicht die Kombination einzelner Bambusrohre über Anschlüsse aus Edelstahl.

Christoph Tönges, Gründer der Firma CONBAM Advanced Bamboo Applications (www.bambus-conbam.de), widmete sich bereits während seines Studiums an der RWTH Aachen intensiv Bambus als Baustoff. Zu That’s It Lifestyle Messe stellt die Partnerfirma BAMBUSLOUNGE Markus Klietsch die wichtigsten Bambussorten und Verwendungsmöglichkeiten vor.

Christoph Tönges

BAMBUSLOUNGE Markus Klietsch, Osnabrück
mit freundlicher Unterstützung durch CONBAM Dipl.-Ing. Christoph Tönges

 

 

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